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Berichte
zur Eröffnung 2008 / Eröffnungskritik AIDA 20.
6. 2008 |
Aida,
ein magischer Abend in Verona

137
Jahre alt werden und keine Spur davon zeigen, in
einem vollen Amphitheater: das ist die ewige Faszination
der "Aida" von Giuseppe Verdi in der Arena,
mit der gestern zum 14. Mal das Veroneser Opernfestival
eröffnet wurde. Das Opernfestival selbst ist
bei seiner 86. Ausgabe angelangt. Auf diese Weise
wurde die Magie der Vereinigung - der Verdischen
Sklavin mit dem römischen Amphitheater, dem
wahren Mittelpunkt des italienischen Operngeschehens
- erneuert. Auf dem Podium Dirigent Renato Palumbo
aus Treviso, der Veroneser Gianfranco de Bosio legte
die Inszenierung von 1913 neu auf und weihte die
Opernsaison der Arena damit ein. Im Parkett, unter
all den anderen VIPs, die zur Gala vor der Veranstaltung
gekommen waren, befanden sich auch zwei neue Minister:
Maroni und Bondi. Der Erfolg des ersten Abends "könnte
ein gutes Omen in den schwierigen Zeiten sein, in
denen wir uns befinden", so der Kommentar von
Francesco Girondini, Intendant in seiner ersten
Saison, der sich optimistisch zeigt zur Zukunft
der Körperschaft, die in den letzten fünf
Jahren ein Defizit von 20 Millionen Euro zu verzeichnen
hatte.

Reportage von BR 4 Klassik
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Information)

Startschuss
für die Opernsaison. Die 86. Opernfestspiele
in Verona, die 1913 zum ersten Mal stattfanden,
wurden mit der Verdi-Oper unter dem Applaus von
13000 Zuschauern eröffnet
Aida,
der Triumphzug bringt die Arena wieder ins Spiel

Gebt
uns den Triumphzug. Ja, natürlich ist es immer
der gleiche, seit 137 Jahren, seit Giuseppe Verdi
ihn eben in seine Oper "Aida" hineinschrieb.
Die Antwort lässt denn auch nicht auf sich
warten. Und so wird um Punkt 21.15 Uhr zum 14. Mal
das Opernfestival der Arena der Verona, nunmehr
in seiner 86. Ausgabe, mit der "Aida"
eröffnet.
Kaum weniger als 13000 Zuschauer. Draußen
sieht man keine Verkäufer von Eintrittkarten
(sie mussten einer erst kürzlich angeordneten
Verfügung des Bürgermeisters Tosi weichen),
auch weil die offiziellen Karten bis zum Schluss
verkauft werden. Ein warmer Abend mit einem angenehmen
Luftzug. Lange Abendkleider im Parkett, unter den
bewundernden Blicken von den Rängen. Alte und
neue Opernfans, doch es ist vor allem die mystische
Faszination der Oper, die in einem zweitausend Jahre
alten Steinring aufgeführt wird. Mit einem
völlig natürlich erscheinenden Bühnenbild
des alten Ägypten, als wäre es schon immer
dort gewesen.
"Wir sind begeisterte Operfans, wir fahren
überall hin, aber die Arena von Verona hat
eine einmalige Atmosphäre", sagen Riccardo
Pattofatto und seine Mutter Nella, die am 19. Juli
noch einmal zur "Tosca" anreisen werden.
Das bestätigt auch Designer Renato Balestra:
"Ich liebe die Oper und die Arena, ich finde
vor allem all die Kerzen, die am Anfang angezündet
werden, spektakulär: eine magische Atmosphäre."
Auf dem Podium dirigierte Renato Palumbo, der nach
acht Jahren in die Arena zurückkehrt, das Orchester,
das Micaela Carosi (Aida), Marco Berti (Radames)
und Dolora Zajick (Amneris) begleitetete. Die Regie
für das Werk übernahm Gianfranco de Bosio,
der ehemalige Intendant der Arena, und präsentierte
eine Inszenierung aus dem Jahr 1913, die nun die
Opersaison anführte.